PR-Beratung

Mar 07

A Modern Definition of Public Relations?

Die Public Relations Society of America (PRSA) hat die alte, aus dem Jahre 1982 stammende PR-Definition abgelöst. Aus 927 Definitionen, die durch Crowdsourcing eingereicht wurden, entschieden sich User zunächst für drei Kandidaten und schlussendlich per Voting für folgende Definition:

Public relations is a strategic communication process that builds mutually beneficial relationships between organizations and their publics.

The words used most often by people who submitted proposals for a new definition of public relations. (Source: The New York Times, http://nyti.ms/ygoEIz)

“Mutually benefical relationships” muten tatsächlich idealistisch an. Wenn das aber in der Realität das Ergebnis einer Änderung von der Angst- und Kampfhaltung (Gegnerschaft) in die Kooperationshaltung (Mut zur Partnerschaft auf Augenhöhe) wäre, ist daran nichts auszusetzen. Viel problematischer sind die Ansichten, wonach PR mit Täuschung und Tricks Vorteile erzielen und Absichten verbergen wolle. Das bestärkt jene simplen Vorurteile und abstrusen Allmachtsphantasien, dass Öffentlichkeitsarbeit die Aufgabe habe, die Stakeholder an ihre Organisation anzupassen. In einer pluralistischen Gesellschaft, vor allem in der jetzigen digitalen Gesellschaft geht es eben nicht um Unterordnung, sondern um die Aufgabe einer konstruktiven Auseinandersetzung mit den Interessen der Bezugsgruppen und um ein langfristig stabiles Verhältnis, das durch kontinuierliche Kommunikation aufgebaut wird.

Aug 12

Stichwort: Social Media Monitoring

Für PR und Marketing dokumentiert die Medienbeobachtung seit Jahrzehnten die Berichterstattung in den Printmedien sowie in Radio und TV. Nach Vorgabe eines bestimmten Stichworts oder Themas erhalten Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen ein möglichst repräsentatives Mediensample an Ausschnitten (Clippings), Tapes und DVDs zu ihrem Stichwort oder Thema. Kommunikationsziele können damit kontrolliert und Veränderungen in der öffentlichen Meinung rechtzeitig erkannt werden.

Das Internet hat mittlerweile eine sehr hohe Reichweite. Die Kommunikation ist im Wandel. Dadurch wird in der Medienbeobachtung auch das Social Media Monitoring immer wichtiger. Social Media Monitoring ist die systematische Beobachtung und Analyse von Beiträgen und Dialogen in Diskussionsforen, Weblogs, Mikro-Blogs und sozialen Netzwerken. Wie bei der Medienbeobachtung dient das Monitoring dazu, einen Überblick über relevante Themen und Meinungen aus dem Social Web zu bekommen.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat einen Leitfaden mit Praxistipps und Checklisten für die Medienbeobachtung in Social Media veröffentlicht. Er gibt einen guten Überblick über die

Social-Media-Monitoring ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Wichtige Schritte dabei sind die Identifikation des internen Informationsbedarfs, die Festlegung sinnvoller Suchfelder, Datenerhebung und -bereinigung sowie die daraus folgende Ableitung von Handlungsempfehlungen erstreckt.

Jul 06

Stichwort: Corporate Books

Traditionsunternehmen von Bosch bis Zeiss nutzen gerne ihre Firmenhistorie für ihre Kommunikation: Geschichte und Geschichten, die Biografie des Firmengründers oder einer Führungspersönlichkeit werden zum Kommunikationsfaktor. Die Historie ist ein wichtiger Baustein der Reputation und deshalb ein Wert, den es zu pflegen und auch gezielt einzusetzen gilt.



Quelle: Bayer AG, Leverkusen


Ob Firmenjubiläum, Produkteinführung oder Weihnachten – es gibt viele Anlässe und viele Instrumente für Unternehmen, ihre Geschichte, Marke(n) oder Alleinstellung zu inszenieren.  Im Corporate Publishing setzen Unternehmen, aber auch Organisationen und Verbände neben Kundenmagazinen und Geschäftsberichten auch auf Bücher als Teil ihrer Kommunikationsstrategie. Zahlreiche Beispiele aus verschiedenen Branchen verdeutlichen das.

Ein anspruchsvolles Buch-Konzept sorgt dafür, dass das Corporate Book eine Sogwirkung auf die Leser ausübt. Sie werden durch die gekonnte textliche und optisch hochwertige Aufbereitung attraktiver und spannender Inhalte in Print-Form begeistert. - Und wer im digitalen Zeitalter Unternehmensliteratur als Markenbotschafter einsetzen will, kann natürlich auch Corporate eBooks veröffentlichen.

Jul 05

Stichwort: Wirtschaftsästhetik

Was haben Manager und Künstler gemeinsam? Warum werden Unternehmen als Theater oder Jazzband verstanden? Wie wird Kunst, von der Bildersammlung über die Firmenhymne bis zum Theaterworkshop, in Unternehmen eingesetzt? Wie wirken Managerauftritte und die Firmenarchitektur? Das sind die Fragen der “Wirtschaftsästhetik”.

Unternehmen können Ästhetik und Kunst als Inspirationsquelle nutzen und als strategisches Werkzeug zur Wertschöpfung einsetzen. Dabei geht es nicht um den Imagetransfer durch Sponsoring, sondern um die Entwicklung neuer Strategien und Methoden zur Organisationsentwicklung und -gestaltung, zur Produktentwicklung und zur Kommunikationsgestaltung und zur Organisationskritik. Kunst hilft, Produkte und Manager zu inszenieren, Mitarbeiter zu motivieren und Kunden zu gewinnen. Und sie unterstützt die Entwicklung von Führungskräften und Mitarbeitern.

Literatur-Tipp: Brigitte Biehl, Autorin von “Business is Show Business”, widmet sich in ihrem neuesten Buch diesem Thema ausführlich.

Jun 15

Stichwort: Mitarbeitersuche

Während bis vor wenigen Jahren die Stellenmärkte in Tageszeitungen die wichtigste Informationsquelle auf der Suche nach einem Job waren, haben die Stelleninserate mittlerweile durch das Internet große Konkurrenz bekommen.

Mit den sozialen Netzwerken nahm das Tempo im Recruitment zu. Noch gibt sich ein Großteil der Unternehmen aber verhalten, was den Einsatz von Social Media betrifft. 12,7 Prozent schalten regelmäßig Stellenanzeigen bei Xing, so ein Ergebnis der Studie “Recruiting Trends 2011” unter den Top 1000 der deutschen Unternehmen. Twitter (7,5 Prozent), Facebook (6,8 Prozent) und LinkedIn (6 Prozent) steigen bei Personalverantwortlichen in der Relevanz. Das wichtigste Medium für die Veröffentlichung von Jobangeboten sind derzeit allgemeine Online-Jobbörsen wie Stepstone oder Monster.

Nichtsdestotrotz etablieren sich Social Networks als dritte Säule bei der Mitarbeitersuche. Dem Zusammenspiel von Unternehmenskommunikation und Personalarbeit wird dabei noch viel Beachtung zu schenken sein. Kommunikativ kann die Arbeitgebermarke durch zahlreiche Maßnahmen unterstützt und weiterentwickelt werden.

Mindestens genauso wichtig wie für die Mitarbeitersuche ist das Web mittlerweile für die Recherche von Bewerbern. Allerdings tritt hier bald das überarbeitete Beschäftigtendatenschutzgesetz in Kraft, das die Recherche abseits von Jobportalen verbietet.

Feb 28

Stichwort: Testimonials

Testimonials sind Personen oder Figuren, die sich für eine Marke und deren Leistung (Qualität, Güte, Nützlichkeit usw.) aussprechen oder Interesse für abstrakte Produkte und komplizierte Sachverhalte wecken.

Zur Systematisierung von Testimonials empfiehlt sich eine Unterteilung in drei Gruppen: Avatare oder Charaktere, Nichtprominente Darsteller und Prominente Repräsentanten.

Quelle: Karsten Kilian (2010)

Eine weitere Gruppe von Testimonials hat seit einigen Jahren eine hohe Reichweite: loyale Kunden und engagierte Partner sowie selbstbewusste Mitarbeiter, die sich mithilfe von Social Media Gehör verschaffen. Hauptgrund für ihr Engagement ist die Begeisterung für eine Marke, der sie auf Facebook, Twitter & Co. Ausdruck verleihen. Indem Markenunternehmen diesem Personenkreis die nötige Aufmerksamkeit schenken, tragen sie dazu bei, dass sich deren Begeisterung für die Marke hält und mit der Zeit auch noch weiter zunimmt.

Feb 02

Stichwort: Inszenierung

Der Begriff der Inszenierung kommt aus dem Theater. Dort bedeutet er, ein Stück in Szene zu setzen, es einzustudieren und aufzuführen. Auch im Film spricht man von der Inszenierung unter der Leitung eines Regisseurs, der eine Geschichte, ein Drehbuch oder eine Figur inszeniert. Im weiteren Sinne wird oft auch jede andere Form der bewusst eingerichteten Darstellung als Inszenierung bezeichnet.

In der Mediengesellschaft bedürfen die Themen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Entertainment vielfach der Inszenierung, um sich in der Aufmerksamkeitskonkurrenz durchzusetzen und zu behaupten. Dabei geht es um die gezielte, oft auch pointierte Vermittlung von Schlüsselaussagen, Werten, Positionen usw. mit einem Nachrichten- und Informationswert.

Unter Inszenierung sollte man in diesem Zusammenhang aber nicht die beliebige Konstruktion von Realitäten verstehen, sondern die ganz bewusste und gezielte Aufbereitung von Aussagen und Sachverhalten. Dazu werden die eigenen Positionen definiert, Meinungen untersucht, Interessens- und Anspruchsgruppen lokalisiert, Informationen zielgruppenspezifisch aufbereitet und ins öffentliche Bewusstsein gehoben.

Ausgewogenheit und Authentizität spielen bei Inszenierungen eine immer bedeutendere Rolle. Übertreibungen, Widersprüchlichkeiten oder leere Versprechen lassen Misstrauen entstehen, führen das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung herbei und beeinflussen Images negativ.

Der Umgang mit Inszenierungen erfordert daher sensible Lösungen des Kommunikationsmanagements. Der PR-Beratung stellen sich Aufgaben zwischen Selbstdarstellung und Fremderwartung, die sich mit Begriffen wie “Impression Management”, ” Reputationsmanagement ” oder “Image Management” fassen lassen.

Jan 10

Stichwort: Hoax

Als Hoax (engl. für Jux, Scherz, Schabernack; auch Schwindel) wird heute meist eine Falschmeldung bezeichnet, die von vielen für wahr gehalten und daher meist elektronisch an Freunde, Kollegen, Verwandte und andere Personen weitergeleitet wird.

Es gibt witzige und verwerfliche, harmlose und kriminelle, durchschaubare und perfekt getarnte Hoaxes.

Das Wort ‘Hoax’ ist zum ersten Mal 1796 belegt. Seine Herkunft ist nicht eindeutig nachgewiesen, es wird jedoch vermutet, dass es sich von Hocus ableitete, welches wiederum eine Verkürzung von Hocus Pocus („Hokuspokus”) war.

Ein Hoax kann auch in Form der Zeitungsente oder als Urban Legend auftreten. Auch ein Aprilscherz hat oft die Form eines Hoax.

Der jüngste Hoax, der im Internet die Runde machte, war, dass Facebook pünktlich zum 15. März 2011 seine Pforten schließen werde. Weitere Hoaxes haben SPIEGEL ONLINE und Chip Online zusammengetragen.

Dec 15

Stichwort: Marketing 3.0

Philip Kotler, der weithin als Vater des modernen Marketings gilt und vom Wall Street Journal unter die sechs einflussreichsten Wirtschaftstheoretiker gewählt wurde, hat zusammen mit Hermawan Kartajaya und Iwan Setiawan von MarkPlus, Inc. ein Buch vorgelegt, in dem es um nichts weniger geht als um die „neue Dimension des Marketings“.

Die zentralen Ideen werden als die „zehn Credos von Marketing 3.0“ zusammengefasst:

1. Lieben Sie Ihre Kunden und achten Sie Ihre Konkurrenten

2. Erkennen Sie Veränderungen und zeigen Sie sich wandlungsfähig

3. Achten Sie auf Ihren guten Namen und zeigen Sie, wer Sie sind

4. Kunden sind unterschiedlich. Wenden Sie sich zunächst an solche, die am meisten von Ihnen profitieren

5. Bieten Sie stets ein interessantes Paket zu einem fairen Preis an

6. Zeigen Sie Präsenz, verbreiten Sie die gute Nachricht

7. Gewinnen Sie Kunden, halten und mehren Sie sie

8. Jedes Unternehmen ist ein Dienstleistungsunternehmen

9. Verbessern Sie laufend Ihre Geschäftsprozesse in Bezug auf Qualität, Kosten und Lieferung

10. Sammeln Sie einschlägige Informationen, doch treffen Sie am Ende weise Entscheidungen

Das Buch hat viel Wissenwertes über die aktuellen Entwicklungen zu bieten. Meine ausführliche Buchbesprechung gibt es bei Socialnet.

Dec 13

“Die 7,68 Mio. regelmäßigen Facebook-Nutzer sind immer noch überdurchschnittlich jung, weisen einen sehr hohen Bildungsstandard auf und kommen aus wohlhabenden Haushalten. Diese Zielgruppe ist stark aufstiegs- und konsumorientiert.” — Studie “Typologie der Wünsche” (TdW) 2011 des Instituts für Medien- und Konsumentenforschung (IMUK)