PR-Beratung
Stichwort: Inszenierung

Der Begriff der Inszenierung kommt aus dem Theater. Dort bedeutet er, ein Stück in Szene zu setzen, es einzustudieren und aufzuführen. Auch im Film spricht man von der Inszenierung unter der Leitung eines Regisseurs, der eine Geschichte, ein Drehbuch oder eine Figur inszeniert. Im weiteren Sinne wird oft auch jede andere Form der bewusst eingerichteten Darstellung als Inszenierung bezeichnet.

In der Mediengesellschaft bedürfen die Themen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Entertainment vielfach der Inszenierung, um sich in der Aufmerksamkeitskonkurrenz durchzusetzen und zu behaupten. Dabei geht es um die gezielte, oft auch pointierte Vermittlung von Schlüsselaussagen, Werten, Positionen usw. mit einem Nachrichten- und Informationswert.

Unter Inszenierung sollte man in diesem Zusammenhang aber nicht die beliebige Konstruktion von Realitäten verstehen, sondern die ganz bewusste und gezielte Aufbereitung von Aussagen und Sachverhalten. Dazu werden die eigenen Positionen definiert, Meinungen untersucht, Interessens- und Anspruchsgruppen lokalisiert, Informationen zielgruppenspezifisch aufbereitet und ins öffentliche Bewusstsein gehoben.

Ausgewogenheit und Authentizität spielen bei Inszenierungen eine immer bedeutendere Rolle. Übertreibungen, Widersprüchlichkeiten oder leere Versprechen lassen Misstrauen entstehen, führen das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung herbei und beeinflussen Images negativ.

Der Umgang mit Inszenierungen erfordert daher sensible Lösungen des Kommunikationsmanagements. Der PR-Beratung stellen sich Aufgaben zwischen Selbstdarstellung und Fremderwartung, die sich mit Begriffen wie “Impression Management”, ” Reputationsmanagement ” oder “Image Management” fassen lassen.