Für PR und Marketing dokumentiert die Medienbeobachtung seit Jahrzehnten die Berichterstattung in den Printmedien sowie in Radio und TV. Nach Vorgabe eines bestimmten Stichworts oder Themas erhalten Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen ein möglichst repräsentatives Mediensample an Ausschnitten (Clippings), Tapes und DVDs zu ihrem Stichwort oder Thema. Kommunikationsziele können damit kontrolliert und Veränderungen in der öffentlichen Meinung rechtzeitig erkannt werden.
Das Internet hat mittlerweile eine sehr hohe Reichweite. Die Kommunikation ist im Wandel. Dadurch wird in der Medienbeobachtung auch das Social Media Monitoring immer wichtiger. Social Media Monitoring ist die systematische Beobachtung und Analyse von Beiträgen und Dialogen in Diskussionsforen, Weblogs, Mikro-Blogs und sozialen Netzwerken. Wie bei der Medienbeobachtung dient das Monitoring dazu, einen Überblick über relevante Themen und Meinungen aus dem Social Web zu bekommen.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat einen Leitfaden mit Praxistipps und Checklisten für die Medienbeobachtung in Social Media veröffentlicht. Er gibt einen guten Überblick über die
- Funktionsweise von Social Media Monitoring
- Einsatzgebiete für das Reporting
- PR 2.0 und digitale Markenführung
- Kundenservice/Customer-Relationship-Management
- Produktmanagement
- Reputation und Issue Management
- Wettbewerbsbeobachtung und Benchmarking
- Datenschutz und Datensicherheit
- Übersicht und Kategorisierung der Monitoring-Anbieter
- Kriterienkatalog zur Auswahl von Monitoring-Anbietern
Social-Media-Monitoring ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Wichtige Schritte dabei sind die Identifikation des internen Informationsbedarfs, die Festlegung sinnvoller Suchfelder, Datenerhebung und -bereinigung sowie die daraus folgende Ableitung von Handlungsempfehlungen erstreckt.